Über TeamRakete

Die Menschen hinter dem TeamRakete:

Tanja (Baujahr 1972)

Im richtigen Leben Betriebswirtin (BA) und kaufmännische Leiterin in einem hiesigen Unternehmen, also Schreibtischtäterin mit Leidenschaft für Oldtimer.

Von Haus aus war ich, nachdem ich meinen „Lappens“ hatte, mit Papas Benz (W123, 200D) eher untermotorisiert unterwegs. Mein Spruch aus der Not heraus, um mir das schön zu reden, war immer „Hubraum statt Spoiler“.

Zahlreiche Reisen in die USA (Florida) in den 90er und 00er Jahren waren immer verbunden mit US Car Shows in Old Town, Kissimmee und gekrönt durch den Besuch auf dem Orlando Speed World Dragway. Das hat mich am meisten gerockt und so begann auch meine Liebe zu den blubbernden und brüllenden V8 Motoren der USA aus den 60/70er Jahren. Nichts geht über Hubraum, außer noch mehr Hubraum! Und davon gab es bei den Amerikanischen Muscle Cars reichlich. Diese Reisen haben meine Leidenschaft für die Amerikanischen Muscle Cars und noch mehr Hubraum nachhaltig geprägt. Nur das Geld für ein eigenes Muscle Car war während des Studiums natürlich nicht drinnen. Mir blieben damit nur die US Car oder Oldtimer Treffen in der näheren Umgebung und der Traum vom eigenen V8.

2009 habe ich den 200D von Papa geerbt. Papas Traum war es immer, für den Benz ein historisches Kennzeichen zu bekommen und damit als Aussteller Teil des Bockhorner Oldtimer Markt zu werden. Der Benz stammt aus dem Jahr 1981 und so brauchte ich vor 2011 nicht über eine „H-Zulassung“ nachdenken. Der 123er von Papa war doch schlechter in Schuss, als gedacht und das Berufsleben hatte mich fest im Griff, sodass ich erst in 2013 die lang ersehnte „H-Zulassung“ bekommen habe. In Gedenken an meinen Papa stehe ich mit dem Benz seit 2013 jedes Jahr stolz auf dem Bockhorner Oldtimer Markt und hoffe, dass Papa mit einem Lächeln zusehen kann.

Um 2009 über meine Trauer hinwegzukommen, war für mich schnell klar, es musste ein neues Auto her. Der Traum vom V8 rückte in greifbare Nähe, aber die Vernunft hat bei der Entscheidung zugunsten der Modellwahl gewonnen. Es es gab statt eines blubbernden V8 ein Vernunftscabrio von VW, den VW EOS. Immerhin aber mit der grossen 2.0L und 200Ps Maschine. Schick in schwarz mit roter Lederausstattung und breiten Schlappen. Hat auch geholfen, bis eines schönen Tages im Jahr 2013 der EOS einen kapitalen Motorschaden erlitten hat. Mit Tempo 220 auf der linken Spur der A2 in Richtung Hannover ohne vorherige Warnung ins Notlaufprogramm zu fallen war kein schönes Erlebnis und hat mein Vertrauen zu dem EOS nachhaltig gestört. Mit viel Ärger und nach 3 Monaten des ständigen Schriftwechsels konnte ich schließlich bei VW eine Kulanz in Höhe von 50% der Kosten für einen neuen Rumpfmotor durchboxen.

Glücklicherweise hatte ich ja noch Papas Benz und konnte die Entscheidung ohne Not aussitzen. Durch die Restaurierung des Benz hatte ich erste Kontakte zu den hiesigen Schaubern. Das zerstörte Vertrauen in den EOS hat meinen Blick wieder in Richtung V8 gelenkt, aber irgendwie war in 2013 nicht das richtige dabei und ich hatte nach der Restaurierung des Benz und dem Ärger mit dem EOS die Nase voll von Autobaustellen.

Im Mai 2014 wurde ich krank und sowohl die entschleunigende Dieselpower als auch der EOS konnten mich nicht mehr rocken. Ich hab mich an das Jahr 2009 erinnert, und wie mir ein neues Auto bei der Trauerbewältigung geholfen hat. Da dachte ich mir, das könnte vielleicht auch meinen derzeitig schleppenden Genesungsprozess beschleunigen. Ein Versuch war es wert. Diesmal stand für mich eins fest, ich wollte mir meinen Traum vom amerikanischen V8 erfüllen und die Vernunft hat bei dieser Entscheidung mal nix zu suchen! Ich liebe Filme wie Bullit, The Fast and the Furios und vor allem die Serie Burn Notice. Die Entscheidung für einem Dodge Charger stand damit sehr schnell fest. Meinem Baujahr entsprechend sollte es ein 72er werden, schwarz mit Hutze und auf jeden Fall mit einem Bigblock. Nachdem die Modellfrage feststand, war die Suche dann fast ein Klacks. Denn ein erster Blick in die einschlägigen Portale und da war er auch schon, als hätte er nur auf mich gewartet – dass er dann aus dem Jahr 1973 stammt und keine Hutze hat, war mir egal. Zumindest an der Hutze kann ich ja noch arbeiten.

Mit dem Dodge Charger geht ein lang gehegter Traum von einem Amerikanischen Muscle Car in Erfüllung und die Genesung schreitet zusehends voran.

 

Stephan (Baujahr 3/72)

Im richtigen Leben Webworker aus Leidenschaft.

… to be continued